Das bewegt uns

Als Anwohner halten wir die derzeitige Situation im Görlitzer Park für nicht mehr tragbar. Aggressive Stimmung, Drogen auf Spielplätzen, Lärm und Tendenzen zur Verwahrlosung nehmen uns zunehmend die Lust, den Park zu nutzen. Viele Menschen meiden den Park mittlerweile aus Angst, tätliche Übergriffe und Gewalt nehmen zu.

Das möchten wir ändern. Dabei geht es uns nicht darum, bestimmte Gruppen zu vertreiben, wir setzen nicht auf Law-and-Order oder eine grundlegende Veränderung des Parks. Wir werden weder den Drogenhandel abschaffen noch werden wir verhindern können, dass der Park bei schönem Wetter überlaufen ist. Wir glauben aber, dass sich die Situation im Park trotz zunehmendem Tourismus, trotz verfehlter Drogen- und Flüchtlingspolitik spürbar verbessern lässt. Die Ziele müssen jedoch realistisch sein und an einem Minimalkonsens orientiert sein.

Uns geht es um Respekt und Fairness im Umgang miteinander. Konkret: keine sexistischen Verhaltensweisen; Rücksicht mit lauter Musik; weniger Dreck; Grillen in den dafür vorgesehenen Zonen; kein Spalierstehen an den Eingängen; kein Anquatschen von potenziellen Kunden, insbesondere von Kindern und Jugendlichen; keine Ausweitung des Drogenhandels in die umliegenden Straßen.

Neben den genannten Forderungen sind Aktionen der Anwohner und Parknutzer sinnvoll, um den Park wieder zu ihrem Ort zu machen. Das könnten z. B. ein Flohmarkt im Park sein, Kinderfeste, u.v.m. - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Veränderung kann nur gelingen, wenn sie von vielen Menschen getragen wird. Wir freuen uns über deine Mitarbeit, wenn du unsere Grundsätze teilst: Veränderung ohne Konfrontation oder Law-and-Order-Parolen, Ablehnung jeder Form von Rassismus.

Das fordern wir

  • Der Park kann nicht sich selbst überlassen bleiben. Der Bezirk muss bezahlte Parkworker in der Art von Streetworkern etablieren: Menschen mit der notwendigen sozialen Kompetenz, die im Park präsent und ansprechbar sind, Konflikte schlichten können und auf die Einhaltung elementarer Regeln achten,
  • Die Gegend um den Park soll weder Ballermann noch Kifferparadies sein. Eine professionelle Imagekampagne muss durchgeführt werden. Wir befürworten Informationen für Drogenkonsumenten, z. B. in Hostels und Clubs, dass der Drogenkauf im Park negative Folgen für den Park und die Anwohner hat.